it-agile und Coldewey Consulting gehen zusammen

Ab sofort werde ich neben Henning Wolf als zweiter Geschäftsführer in die it-agile GmbH einsteigen und die neue Münchner Geschäftstelle von it-agile aufbauen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit einem Team einiger der besten Agilisten Deutschlands ein aufregendes neues Kapitel in der Firmengeschichte von it-agile und in meiner eigenen Laufbahn aufzuschlagen. Und vor allem freue ich mich darauf, mit exzellenten Kollegen und guten Freunden zusammen zu arbeiten.

Wir werden zunächst München als zweiten Beratungsstandort neben Hamburg aufbauen mit Schwerpunkt agiler Beratung für Süddeutschland, Österreich und Schweiz. Später werden wir hier auch agile Entwicklungsleistungen anbieten.

Die Marke Coldewey Consulting stelle ich zu diesem Zeitpunkt ein, dieser Blog und meine Web-Seiten werden aber als private Seiten weiter bestehen bleiben. Unberührt bleibt meine Zusammenarbeit mit dem Cutter Consortium und meine Tätigkeit als Chefredakteur des OBJEKTspektrum.

PS: Natürlich brauchen wir zum Aufbau der Münchner Geschäftsstelle auch erfahrene Agilist(inn)en, die Lust haben, unser Team zu verstärken! Sprechen Sie/Sprich mich an!

Vortrag auf der W-Jax zu langfristiger agiler Planung

Kurzfristig werde ich am kommenden Montag, 9.11.2009 auf dem Agile Day der W-JAX in München von 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr einen Vortrag zu langfristiger agiler Planung halten:

Techniken zur agilen Planung führen regelmäßig zu hoher Termin- und Vorhersagetreue. Dies liegt vor allem an einer belastbaren Basis von Erfahrungswerten und statistischen Daten, die sich agile Teams aufbauen. Richtig aufbereitet können diese Informationen weit über den reinen Planungsprozess hinaus eingesetzt werden. Ist die Organisation bereit, ausgetretene Pfade zu verlassen, können aus diesen Informationen belastbare langfristige Prognosen gewonnen werden, die wertvolle Informationen für Vertrieb, Geschäftssteuerung und Kundenmanagement liefern. Dieser Beitrag zeigt Praxisbeispiele für solche Ansätze, deren Nutzen und deren Einschränkungen.

Und natürlich beteilige ich mich am Nachmittag von 14:00 Uhr bis 15:00 an der Pecha Kucha Session von Martin Heider und Bernd Schiffer mit 6 Minuten und 40 Sekunden zu dem Thema „Mein agiler Koffer“ — ein Beitrag, auf den ich mich besonders freue!

Neue XING-Gruppe zu Lean Software Development

Gemeinsam mit Traian Kaiser, Ralf Wirdemann und Stefan Roock habe wir auf XING ein neues Forum zum Thema „Lean Software Management“ gestartet. Lesen ist frei, wer mitdiskutieren möchte, muss sich bei XING und in der Gruppe anmelden.

Zur Erinngerung: Lean Software Development ist eine „Unterdisziplin“ der agilen Verfahren, die versucht, die Lehren und Erkenntnisse aus Lean Management und Lean Development von der Autoindustrie – und da vor allem von Toyota – auf die Entwicklung von Software zu übertragen. Basis sind vor allem die Arbeiten von Mary und Tom Poppendieck und ihre Bücher Lean Development Software: An Agile Toolkit for Software Development Managers und Implementing Lean Software Development: From Concept to Cash. Das Ergebnis ist erstaunlich ähnlich zu anderen agilen Verfahren wie Scrum etc., konzentriert sich aber deutlich mehr auf Zusammenhänge und weniger auf die genaue Einhaltung von Praktiken.

Eine Kurzfassung findet man in einem zweiteiligen Artikel von Mary Poppendieck und mir:

CSM+Crystal Kurse mit Alistair Cockburn

Wie ich bereits vor vier Wochen angekündigt hatte, biete ich gemeinsam mit dem Scrum-Center und andrena objects zwei dreitägige CSM-Kurse inklusive Einführung in Crystal mit Alistair Cockburn an. Die Kurse finden statt am:

Die Kursgebühr beträgt € 1800,00 zzgl. MWSt. Wer jemals einen Workshop mit Alistair erlebt hat, weiß dass sich die Investition lohnt.

Die Kurse finden in Englisch statt, Rückfragen können aber auch auf Deutsch gestellt werden.

Darüber hinaus gibt es auch noch die Möglichkeit von Inhouse-Workshops mit Alistair Cockburn und mir oder Alistair Cockburn alleine. Anfragen können Sie per E-Mail an mich senden.


Kursbeschreibung von Alistair

Alistair Cockburn
Certified Scrum Master and Introduction into the Crystal method family

This workshop is based on the award-winning book Agile Software Development: The Cooperative Game, on Crystal Clear: A Human-Powered Methodology for Small Teams, and on Agile Project Management with Scrum. The first part of the course gives the attendee a gut feeling for the is and isn’t of agile development; the second sets out Scrum and the role of the ScrumMaster; the third introduces Crystal with it’s 7 Properties of Highly Successful Projects.

Each part introduces its concepts with small lecture, followed by team activities to anchor them. The activities are constructed to give attendees a sense for how it feels to be doing some of the key practices as well as what how it feels not to do them. The techniques reviewed are valuable in carrying out any kind of project, not only agile ones.

  • Basic Agile
    • How to understand agile development in the larger context of real-world software development.
    • Cooperation, communication, incremental development and reflection as critical factors in project success.
  • Scrum
    • The heart of Scrum: collaborate & deliver; inspect & adapt.
    • The ScrumMaster role (including becoming a Certified ScrumMaster)
  • Crystal
    • How Crystal’s reflection adds to generic agile and generic Scrum.
    • Applying the 7 properties of highly successful projects

Course Goal for Attendees

  • Understand what is agile and what isn’t agile development
  • Have a gut feeling for teamwork, communication, frequent customer interaction and frequent delivery
  • Understand Scrum, the role of the ScrumMaster, and the Crystal methodology family as techniques in setting up and running projects
  • Have a few techniques to take home and use immediately
  • Walk away with a „Certified ScrumMaster“ certificate

Instructor

Dr. Alistair Cockburn, author of the Jolt-award winning books, Agile Software Development: The Cooperative Game and Writing Effective Use Cases , coauthor of the Agile Manifesto and Project Management Declaration of Interdependence, and Certified Scrum Trainer.

Level: Beginner and Intermediate

Who Should Attend: Participants keep saying, „I wish my boss had come to this!“, so it is a good idea if people from every level and role attend.

Alistair Cockburn gibt CSM-Kurs in Deutschland im November

In Zusammenarbeit mit dem Scrum-Center und andrena objects ist es uns möglich, voraussichtlich zwei dreitägige CSM-Kurse mit Alistair Cockburn in der zweiten Hälfte November anbieten zu können. In Planung ist derzeit ein Kurs in München und einer in Frankfurt. Bei mindestens einem davon werde ich assistieren.

Zudem gibt es ein kleines Zeitkontingent für Inhouse-Workshops entweder mit Alistair alleine oder Alistair und mir gemeinsam.

Alistair ist der Schöpfer der Crystal Methodenfamilie und einer der Autoren des agilen Manifests. Ich persönlich habe nicht nur einen großen Teil meines eigenen agilen Handwerks von ihm gelernt, sondern auch seinen interaktiven Stil in Workshops und Schulungen immer sehr genossen. Dies ist eine seltene Gelegenheit für alle, die Agilität von einem ihrer Schöpfer kennen lernen wollen und dabei auch noch ein Zertifikat als „Certified Scrum Master“ erhalten wollen. Die Kurse werden in Englisch stattfinden, Alistair spricht aber gut genug Deutsch, um auch auf deutsch gestellte Fragen beantworten zu können.

Nähere Informationen zu den Schulungen werden wir im Laufe der nächsten Wochen veröffentlichen. Bei Interesse an Inhouse-Workshops wenden Sie sich bitte an mich.

Folien der Karlsruher Entwicklertage online

Zu meinen Vorträge auf den Karlsruher Entwicklertagen stehen nun auch die Folien online zur Verfügung:

Danke an die andrena objects ag für das Bereitstellen der Unterlagen

Pressemitteilung: Erste Umfrageergebnisse zur Software Engineering Ausbildung

Am 28.5. hatte ich unter anderem hier um Teilnahme an einer Umfrage gebeten, die ich gemeinsam mit dem OBJEKTspektrum und dem Verein Karlsruher Software Ingenieure e.V. gestartet habe, um zu erfahren, wie es um die Ausbildung der Software Ingenieure bei uns bestellt ist. Am kommenden Montag werde ich die ersten Ergebnisse bei meiner Keynote auf dem VKSI-Day in Karlsruhe präsentieren, heute hat das OBJEKTspektrum vorab folgende Pressemitteilung verschickt:

Deutschland abgehängt? – Industrie gibt Informatikerausbildung schlechte Noten

Die Ausbildung der deutschen Informatikstudenten ist gerade einmal „ausreichend“. Das zeigt eine gemeinsame Umfrage der Fachzeitschrift OBJEKTspektrum und des Vereins Karlsruher Software Ingenieure e.V. Der Chefredakteur des OBJEKTspektrums, Jens Coldewey, präsentiert die Ergebnisse auf der Eröffnungskonferenz des Vereins Karlsruher Software Ingenieure am 22. Juni 2009 in Karlsruhe. Leitfrage im Internet war: „Wie steht es um die Ausbildung unserer Software-Ingenieure?“. Geantwortet hatten 170 Personalverantwortliche aus der Industrie und 60 Dozenten von Universitäten.

Dramatisch fallen die Einschätzungen der IT-Profis aus, wenn sie beurteilen, wie weit die guten Absolventen dem Leitbild eines guten Software-Ingenieurs gerecht werden: Bei der aus ihrer Sicht wichtigsten Fertigkeit, dem Durchdringen fachlicher Systeme, konnte man sich gerade noch zu einem „ausreichend“ durchringen und auch die Programmierfertigkeiten beurteilten weniger als 50% mit gut oder sehr gut. Testen beherrschen Informatik-Absolventen nach Ansicht von 50% der befragten Industrievertreter unzureichend bis gar nicht – ein frappierender Gegensatz zu der einhelligen Ansicht aus Industrie und Forschung, diese Fertigkeit sei wichtig bis sehr wichtig. Ähnliche Noten erhalten Themen wie Ergonomie und Management. Selbst die Designkenntnisse, also die Techniken, Systeme so zu bauen, dass sie sicher und gut weiterzuentwickeln sind, mögen die Personalverantwortlichen nur mit ausreichend bewerten.

„Die Studie ist nicht repräsentativ“, relativiert Coldewey das Ergebnis, aber sie bestätige die Erfahrungen, die er als Berater täglich in der Praxis mache: „Selbst guten Absolventen muss man erst einmal die Grundlagen unseres Handwerks beibringen“. Immerhin: Zumindest 4 Fachhochschulen bieten ihren Studenten moderne Lehrverfahren wie Workshops an. Die Industrievertreter beurteilten die Berufsanfänger noch immer mit gut bis sehr gut dort, wo die deutsche Forschung in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts führend war, etwa in Algorithmen und Datenstrukturen. Vor zehn oder 15 Jahren entstandene Gebiete schnitten aber auffallend schlecht ab, wie z. B. Techniken zum fehlerfreien Umbau von Software. Zudem schätzt die Industire in diesen Bereichen die Themen wichtiger ein, als die Universitäten. „Mit diesen Ergebnissen können wir mit Mühe die Bedürfnisse der heimischen IT befriedigen, aber nicht an der Weltspitze mithalten. Sollten sich die Aussagen in einer repräsentativen Studie bestätigen, droht unseren Universitäten die Gefahr, neue Entwicklungen nicht zu treiben, sondern von Ihnen abgehängt zu werden.“, resümiert Coldewey.

Am Montag gibt es dann einen ersten Gesamtüberblick über die Ergebnisse und im OBJEKTspektrum 5/09 einen ausführlicheren Beitrag dazu.

Aufruf zu Einreichungen für die XPDays 2009

Auch heuer findet die (meines Wissens) größte deutschsprachige methodenübergreifende Konferenz zu agiler Entwicklung, die XPDays 2009, wieder Ende November statt, turnusmäßig im schönen Karlsruhe. Wer etwas beitragen möchte, findet den offiziellen Aufruf zu Einreichungen unter http://xpdays.de/2009/callforsessions.html, spätester Termin ist der 31.7.09; wer früher einreicht, bekommt besseres und mehr Feedback und noch eine Chance, die Einreichung zu verbessern. Es gibt nämlich einen offenen Reviewprozess, an dem jeder teilnehmen kann, der sich dazu berufen fühlt.

Umfrage zur Software Engineering Ausbildung

Für meine Keynote „Software Engineering heute“ auf dem Karlsruher VKSI Day habe ich gemeinsam mit dem OBJEKTspektrum eine Umfrage zur Ausbildung von Software Ingenieuren gestartet: http://www.sigs.de/survey/index.php?sid=33654&lang=de

Wir möchten sowohl von Praktikern als auch von Universitäten wissen, was sie bei Software Ingenieuren für wichtig halten und wie gut das derzeit abgedeckt wird. Die Ergebnisse gibt es dann am 22.6. in Karlsruhe „live“, im OBJEKTspektrum, vermutlich Ausgabe 5/2009 und hier auf meinem Blog.

Das Ausfüllen dauert knapp 10 Minuten, je mehr Personen daran teilnehmen, um so aussagekräftiger werden die Ergebnisse.

Die Umfrage endet am 3. Juni

Die Ent-Zertifizierung des Fortschritts…

Die Entzertifizierung des Fortschritts…unter diesem Titel haben Johannes Link und ich uns in der aktuellen Ausgabe 03/09 des OBJEKTspektrum ein paar Gedanken über die Schattenseiten des derzeitigen Zertifizierungshypes gemacht. Wem nützen Zertifizierungen eigentlich und welche Risiken und Nebenwirkungen haben sie? Eine kleine Erinnerung, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

Den Beitrag gibt es zum kostenlosen Download.